Wie sieht die aktuelle Planung der L 361n aus?

Die 60 Jahre alte Geschichte der Planung erfahren Sie in unserer Chronologie. Von den diversen Varianten verfolgt Straßen.NRW mittlerweile nur noch die hier dargestellte Erftauenquerung.

Aktuell vorliegende Pläne stammen aus 2011:

Der Übersichtslageplan zeigt den Verlauf der Erftauenquerung, die 3,173 km lang ist. Sie beansprucht eine Fläche von 10 ha, wovon 3,5 ha versiegelt sind.

Übersichtslageplan (Straßen.NRW, Zugriff am 22.12.2022)

Einen guten Eindruck von der Streckenführung vermittelt unser 3D-Modell:

Prägnante Straßen-Abschnitte im Detail

Lageplan (Straßen.NRW 2011, unveröffentlicht) auf Luftbild (Google, Zugriff am 22.12.2022)

Genauer sind Lagepläne im Maßstab 1:1000, aus denen z.B. Böschungen, Lärmschutz und die Nähe zu Wohngebäuden ersichtlich sind. Das Bild zeigt eine Kombination mit einem Luftbild im Bereich Zur Schwarzen Brücke. Hier ist der Straßendamm 40 m breit (mit Rad-/Gehweg demnächst noch breiter) und reicht extrem nah an die Bebauung heran. Inklusive der Lärmschutzwand ist das Bauwerk hier 8,5 m hoch.

Das Querprofil macht die gigantischen Ausmaße des geplanten Straßendamms in diesem Bereich deutlich.

An der Gilverather Straße ist die Nähe zur Bebauung so groß, dass der Straßendamm mit einer 7,5 x 6,9 m (HxB) großen Stützmauer abgefangen werden muss. Sie ist damit fast so hoch wie das nächste Haus.

Die Kostenschätzung zeigt, wie teuer eine Straße in einer grundwassernahen Auenlandschaft ist: Derzeit werden 22,5 Mio. Euro veranschlagt (Landesregierung 2021), bei dem instabilen Auenboden dürften es deutlich mehr werden. Weitere Mehrkosten, z.B. für die Verbreiterung für den Rad-/Gehweg und durch die Inflation, sind absehbar.

Gegenwärtig (12/2022) wird die Planung aktualisiert, u.a. soll ein Rad-/Gehweg ergänzt werden (s. Straßen.NRW). Nach einer Bürgerbeteiligung soll später das Planfeststellungsverfahren eröffnet werden. Hierbei hat jeder das Recht, Einspruch zu erheben. Wir haben vor, den Planfeststellungsbeschluss zu beklagen.