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Chronologie

1961
Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens werden die Flächen für eine geplante L361n durch die Erftaue im Bereich von Grevenbroich freigehalten. 

1980
Planfeststellungsverfahren für den Neubau der Umgehung Grevenbroich – Wevelinghoven im Zuge der Landstraße L361n.

1983
Änderung der Trassenführung auf Grund von Einwendungen.

Gründung der Bürgerinitiative „Rettet die Erftaue“.

1984
Die Bürgerinitiative „Rettet die Erftaue“ erarbeitet eine Stellungnahme Bedenken und Anregungen zum geplanten Teilstück der L361n Ortsumgehung Kapellen - Wevelinghoven. 

1985
Beschluss des Petitionsausschusses, die vorgesehene Linienführung der L361n durch die Erftaue nicht weiter zu verfolgen. Dadurch ist dem Anliegen der Bürgerinitiative zunächst Rechnung getragen.

Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der L361n zwischen Grevenbroich (Lindenstraße) und Wevelinghoven (Langwadenerstraße). Der Teilabschnitt durch die Erftaue zwischen Wevelinghoven (Langwadenerstraße) und Kapellen (Neusserstraße) wurde auf Grund fehlender landesplanerischer Begleitpläne zurückgestellt.

1988
Entwurf des Landschaftsplanes VI Grevenbroich/ Rommerskirchen.

Widerspruch der Bürgerinitiative gegen den Entwurf des Land- schaftsplanes VI.

Umweltverträglichkeitsprüfung für die geplante L361n Umgehung Wevelinghoven im Auftrag des Landschaftsverbands Rheinland.

1989
Widerspruch der Bürgerinitiative gegen den modifizierten Entwurf des Landschaftsplanes VI.

1990
Klage eines Mitglieds der Bürgerinitiative gegen den Landschaftsverband Rheinland am Oberverwaltungsgericht Münster.

1991
Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster:
Die Klage wird abgewiesen mit der Begründung, dass das Teilstück der L361n durch die Erftaue aus der Planung herausgenommen wurde.

1995
Vorschlag der Stadt Grevenbroich, die L361 nicht durch die Erftaue (östlich von Kapellen) sondern im Bereich zwischen Autobahn und Bundesbahn über die K10 / K22 (westlich von Kapellen) zu führen.

Ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Verkehrsgutachten (Lilienthalgutachten) verspricht eine deutliche Entlastung für Kapellen, Wevelinghoven und Hemmerden durch die Westumgehung.

1997
Im Rahmenkonzept für die Renaturierung der Erft wird vorge- schlagen, eine Trassenführung am Ortsrand von Wevelinghoven, Kapellen und Gilverath zu planen.

1999
Ankündigung in der Rathauszeitung für die geplante Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebau- ungsplanes zur Umsetzung einer ortsnahen Umgehungsstraße Kapellen - Wevelinghoven im Zuge einer Bauleitplanung.

2000
Gründung des Vereins „Rettet die Erftaue – Schutzgemeinschaft Lebensraum Kapellen Wevelinghoven e.V.“ 

In einer Sitzung des Planungsausschusses werden die möglichen Varianten einer Ortsumgehung Kapellen - Wevelinghoven vorgestellt. Da die sogenannte Variante VII (Ostumgehung K10 / K22) durch das inzwischen geplante Gebiet der Ortserweiterung „Wohnen und Arbeiten am Bahnhaltepunkt Kapellen“ führt, wird die Variante II (Ostumgehung mit ortsnaher Trassenführung durch die Erftaue) favorisiert.

Widersprüche des Vereins gegen die Änderung des Flächennutzungsplanes zur geplante Ortserweiterung „Wohnen und Arbeiten am Bahnhaltepunkt Kapellen“.

Feb. 2001
Bürgerversammlung zur 112. Änderung des Flächennutzungsplanes “Ortsumgehung Wevelinghoven - Kapellen”

Nov. 2001
Am 16.11.01 Treffen der Stadt, des Planungsbüros und des Landesbetriebes Straßenbau bei der Bezirksregierung (siehe auch Überblick)

2002
Erstellung der UVS (Umweltverträglichkeitsstudie) L361n von der Gruppe Ökologie und Planung Grohs - Preißmann - von Wendt

2. Auslegung der 112. FNP-Änderung "Ortsumgehung Wevelinghoven/Kapellen"

2003
Die 112. Flächennutzungsplanänderung (Ortsumgehung Grevenbroich/Kapellen) wird von der Bezirksregierung genehmigt
Der durch den LVR vorgeschlagene Straßenverlauf für die OU Grevenbroich/Kapellen wird als Baumaßnahme im Landesstraßenbedarfsplan aufgeführt. Im gleichen Zeitraum beantragt die Stadt Grevenbroich die Höherstufung der L361 n.

2004/2005
Die L361n Ostumgehung wird anstelle der L361n Westumgehung, die sich im derzeitigen Landesstraßenbedarfsplan befindet, im Rahmen der integrierten Gesamtverkehrsplanung (IGVP) einer Bedarfsprüfung unterzogen. ( www.lvp.nrw.de/ )

2006
Ortsbesichtigung des Petitionsausschusses des Landtages NRW in der Erftaue mit anschließender Diskussion im Rathaus. Der Petitionsausschuss kommt entgegen unserer Auffassung zu dem Ergebnis, dass die Trassenführung durch die Erftaue vertretbar ist.

2007
Der Landesbetrieb Straßen NRW beginnt mit den Arbeiten eines Vorentwurfes für ein Planfeststellungsverfahren, das das bisherige Flächennutzungsplan - Änderungsverfahren ablöst.

Vom BUND werden zwei Gutachten zur Erfassung der Vögel und Amphibien in Auftrag gegeben (Dipl.-Biol. Oliver Tillmanns, Beauftragter f. Vogelschutz Rhein-Kreis, Dipl.-Geogr. Gregor Kriete)

2009
Nach Auskunft des Landesbetriebs Straßen NRW wird der Vorentwurf zum Planfeststellungsverfahren sowie der Landschaftspflegerische Begleitplan voraussichtlich Ende 2009 fertig gestellt.


2011
Der Bau der L361n wird in der Prioritätenliste der Straßenbauprojekte NRW abgestuft!

 

2012

Die Landtagswahlen mit Rot-Grüner Mehrheit erhöhen die Chance, dass die Planung der Straße zurück gestellt wird. Es gilt weiterhin, dass Straßenerhalt und Straßensanierung Vorrang haben vor Neubau.


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